Zu Besuch im Rathaus

Am Mittwoch waren wir bei der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Wohnen im Rathaus als Zuschauer eingeladen.
Bei dieser Sitzung war ein Sprecher des Planungsbüros da, der erklärte, warum die Bäume in die bisherige Planung nicht integriert worden sind. Es stellte sich heraus, dass es dafür nur einen Grund gibt: Die Stadt hat das von vorneherein so in Auftrag gegeben. Die Linden vor dem Citycenter und die Eschen auf dem kleinen Markt können weg, so stand es im Auftrag der Stadt an die Planungsbüros.
Bisher wurde uns in den Gesprächen mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung immer wieder erzählt, die Planung sei nicht mit den Bäumen möglich gewesen. Wegen des Höhenausgleichs müssten die Bäume fallen. Jetzt ist klar, dass das nicht der wahre Grund ist. Die Stadt hat mindestens acht Bäume von Anfang an zum Abschuss freigegeben!
Für uns ist unverständlich, wie eine Stadt mitten in der Klimakrise, nach zwei Hitzesommern, denen viele Bäume im Stadtgebiet zum Opfer gefallen sind, den Auftrag geben kann, gesunde Bäume zu fällen. Wie kann eine Stadt, die sich „Mitmachstadt“ nennt, dann eine „Bürgerbeteiligung“ durchführen mit Plänen ohne Legende, die für Laien und damit die meisten Bürger sehr schwierig zu verstehen waren? Man musste sich schon wirklich Zeit nehmen, um auf den Plänen zu erkennen, welche Bäume die Bestandsbäume und welche die geplanten Neupflanzungen sind.
Wenn im Herzstück einer Stadt eine so tiefgreifende Veränderung vorgenommen werden soll, erwarten wir von einer „Mitmachstadt“, die sich Bürgerbeteiligung auf die Fahnen schreibt, dass große Plakate und lesbare Pläne vor Ort darüber aufklären, was hier passieren soll. Das gilt erst recht, wenn pandemiebedingt keine Versammlungen stattfinden können und alles nur online läuft.
Was wir bei unseren Unterschriftensammlungen immer wieder hören, ist, dass ein sehr großer Teil der Schwerter einen Umbau des Marktes gar nicht befürwortet oder zumindest nicht in dieser Form. Diese Planung muss unbedingt überdacht werden, sonst wird es das nächste Schwerter Trauma nach Citycenter und Allwetterbad! Lernt unsere Stadtverwaltung denn nicht aus Fehlern in der Vergangenheit? Hat sie die Zukunftsaufgaben, allen voran die Klimakrise, noch nicht erkannt?

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